Ein Blick in die Welt von Bestsellerautorin Jojo Moyes und ihren Liebesroman „Weit weg und ganz nah“

Man könnte meinen, egal was die britische Autorin Jojo Moyes schreibt: Es wird ein Weltbestseller! So wie ihre Liebesromane „Weit weg und ganz nah“ und „Ein ganzes halbes Jahr“. Immer wieder erklimmen Jojo Moyes Geschichten die Bestsellerlisten. Ihre Romane erzählen von Liebe, Sehnsucht und der Suche nach dem eigenen Glück – Themen, die uns immer und immer wieder in ihren Bann ziehen. Dabei sind die Figuren immer aus dem echten Leben gegriffen. Man freut sich und leidet mit ihnen wie mit einer guten Freundin und kann sich deshalb selbst in sie hineinversetzen.

 

Was genau macht das Geheimnis des Erfolges der Liebesromane von Jojo Moyes aus? Woher nimmt sie die Inspiration für neue Geschichten? Und vor allem: Was genau macht ihren Bestseller „Weit weg und ganz nah“ zu einer ganz besonderen Liebeserzählung? Lesen Sie selbst!

 

Jojo Moyes als Königin der Liebesromane

Jojo Moyes Bücher gehören immer wieder zu den Liebesromanen, die man unbedingt gelesen haben sollte! Die meisten Leser sind wohl durch ihren Überraschungserfolg „Ein ganzes halbes Jahr“ zum ersten Mal mit ihren Erzählungen in Berührung gekommen. Liebesgeschichten, die so anders sind als andere Bücher und doch romantisch und herzerwärmend auf ihre ganz eigene Weise. Mittlerweile hat Jojo Moyes mehr als 12 Romane geschrieben und sie alle wurden auf Anhieb Bestseller. Was macht aber ihre Werke so besonders? Jojo Moyes schreibt zeitgenössische Liebesromane mit viel Herz und noch mehr Bewusstsein für die Irrungen und Wirrungen des Alltags. Ihre Erzählweise ist sehr berührend, aber auch lustig und leicht. Da ist auch „Weit weg und ganz nah“ keine Ausnahme. Ihre Figuren kommen aus dem Leben, es geht nicht immer nur um die Welt der Reichen und Schönen. Während in vielen Liebesromanen erfolgreiche Karrierefrauen aus der Großstadt auf der Suche nach Liebe sind, sind es bei Jojo Moyes Frauen wie du und ich. Die Nachbarin von nebenan, die Pflegerin, die irgendwie über die Runden kommen muss oder die Putzfrau, wie es bei „Weit weg und ganz nah“ der Fall ist. Das alles macht die Bücher von Jojo Moyes so besonders  – und über alle Maßen erfolgreich.

 

Extratipp: Beginnen Sie mit „Weit weg und ganz nah“ – und arbeiten Sie sich dann durch die Werke von Jojo Moyes. Es ist immer wieder schön, mehrere Werke eines Autors miteinander vergleichen zu können. Wie verändert sich die Erzählweise? Welche Themen werden behandelt? Wie entwickelt sich ein Schriftsteller von Buch zu Buch?

 

Wir sind uns sicher: Wenn Sie einmal angefangen haben zu lesen, werden auch Sie sich kaum mehr dem Bann der Bücher von Jojo Moyes entziehen können. Wie aber entstehen ihre Erfolgsbestseller? Lesen Sie weiter, wenn Sie mehr über das Leben und Werk der britischen Überraschungsautorin erfahren möchten:

 

Von der Idee zum Weltbestseller: Die Entstehung der Bücher von Jojo Moyes

Putzfrau, Eimer, LappenJojo Moyes als Bestsellerautorin über Nacht? Tatsächlich hat sie ursprünglich als Journalistin gearbeitet, u.a. bei der britischen „Sunday Morning Post“ und dem „Independent“. Eine Schriftstellerkarriere war also nie so geplant. Dennoch hat sie das Schreiben professionell gelernt, aber vor allem auch ein Gefühl dafür entwickelt, was eine gute Geschichte ausmacht. Jojo Moyes Mann ist selbst Journalist – intellektueller Austausch steht also auf der Tagesordnung. Denn tatsächlich hat die englische Autorin noch während ihrer ersten Schwangerschaft London den Rücken gekehrt und ist mit ihren drei Kindern und ihrem Mann auf’s Land gezogen. Nach Essex, etwa 60 Kilometer von London entfernt. Hier findet sie abseits vom aufreibenden Leben in der Großstadt die Ruhe und Kraft, ihre Geschichten aufzuschreiben. Wo findet sie jedoch all die Inspirationen für ihre Bücher? Ihre Liebesgeschichten sind aus dem Leben gegriffen. Das kann ein Gespräch mit einer Freundin sein oder eine Beobachtung aus dem Alltag. Jojo Moyes betont in Interviews immer wieder, wie glücklich sie ist, vom Schreiben leben zu können. Sie selbst stammt aus einer eher armen Familie, da stand die finanzielle Sicherheit schon immer an erster Stelle. Und natürlich hat sie sich auch schon mit allerlei Nebenjobs durchgeschlagen – unter anderem als Putzfrau. Tatsächlich hängt das auch mit der Hintergrundgeschichte für „Weit weg und ganz nah“ zusammen. Auf die Frage in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wie sie auf die Idee für den Roman kam, erzählt Jojo Moyes: „Durch eine Freundin, die bei mir als Putzfrau arbeitet. Sie hat mir erzählt, dass eine Bekannte von mir, bei der sie ebenfalls putzt, ihr die Tür vor der Nase zugeschlagen hat, weil sie gerade telefonierte und nicht gestört werden wollte. Ich war schockiert, weil diese Frau, die telefoniert hat, eigentlich nett ist und ich nicht verstand, wie sie meine Freundin so respektlos behandeln konnte – bloß weil sie als Putzfrau arbeitet.“

 

Falls Sie „Weit weg und ganz nah“ noch nicht gelesen haben, dann ist es jetzt höchste Zeit. Wir erzählen Ihnen, warum dieser Liebesroman ganz oben auf Ihrer Liste für Ihren Lesekreis stehen sollte:

 

„Weit weg und ganz nah“ – ein berührender Liebesroman, der nachdenklich macht

Buch, Weit weg und ganz nah, Jojoy Moyes„Weit weg und ganz nah“ – schon allein der Titel macht neugierig. Was es damit auf sich hat? Jojo Moyes erzählt darin die Geschichte von Jess, die als alleinerziehende Mutter nur das Beste für ihre Kinder möchte – selbst aber nicht weiß, wie sie am Ende des Monats die Rechnungen bezahlen soll. Ihr Mann hat sie im Stich gelassen und nun muss sie selbst ihre kleine Familie über die Runden bringen. Und weil Jess so eine liebenswürdige Person ist, kümmert sie sich auch noch um ihren Stiefsohn aus der ersten Ehe ihres Mannes. Wie schafft sie es bloß, genügend Geld zu verdienen? Als Putzfrau. Nicht gerade der Job, den sie sich erträumt hat. Weil das Geld aber trotzdem vorne und hinten nicht reicht, jobbt sie nebenbei auch noch in einem Café. Die Situation spitzt sich zu, als ihre Tochter, die sich für Mathematik begeistert, an einer Eliteschule aufgenommen werden soll. Trotz Stipendium hat Jess nicht genügend Geld dafür. Doch Jess wäre nicht die Mutter, die sie ist, wenn sie nicht alles versuchen würde, um ihrer Tochter all das zu ermöglichen, was sie selbst nie gehabt hat.

 

Ein Szenario, wie es nicht nur in britischen und deutschen Familien tagtäglich vorkommt. Tragisch und entmutigend zugleich. Wenn Sie vor der Lektüre noch mehr über den Inhalt wissen möchten, dann lesen Sie weiter. Falls nicht, überspringen Sie einfach den nächsten Abschnitt.

 

Eines Tages findet Jess beim Putzen in einem Ferienhaus ein Bündel Geldscheine. Plötzlich weiß sie nicht mehr recht, welches der richtige Weg für sie ist? Das Geld an sich nehmen, das der Hausbesitzer wohl sowieso niemals vermissen wird? Ihren Kindern und sich selbst das Leben auf diesem Wege erleichtern? Wenigstens für eine Weile? Oder ehrlich sein und das Geld liegen lassen… In einer Notlage trifft sie eines Tages wieder auf den Hausbesitzer. Warum muss der Mann auch noch so nett sein? Was ist, wenn er am Ende vielleicht sogar die Liebe ihres Lebens ist? Würde sie ihm die Wahrheit sagen? Eine Geschichte, die aus dem Alltag einer alleinerziehenden Mutter erzählt. Und von einer starken Frau, die trotz allen Schwierigkeiten und Hindernissen immer optimistisch bleibt und voller Zuversicht in die Zukunft schaut. Ein Buch, wie es nur das wahre Leben schreiben kann. Aber Achtung: Selbst wenn Jojo Moyes auf Kitsch verzichtet, besteht auch hier Taschentuchalarm!

 

Jetzt haben Sie schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf „Weit weg und ganz nah“ bekommen. Lesen Sie weiter, wenn Sie noch Inspiration für Ihre Diskussion in der Lesegruppe benötigen:

 

Mögliche Diskussionsfragen

  • Sind die Figuren authentisch dargestellt?
  • Geld an sich nehmen – ja oder nein? Wie hätten wohl Sie selbst an der Stelle von Jess gehandelt?
  • Finden Sie Eds Geschichte und Beweggründe schlüssig?
  • Wie gefällt Ihnen die Erzählweise? In abwechselnden Kapiteln kommen ja nicht nur Jess und Ed, sondern auch die Kinder selbst zu Wort.
  • War das Ende für Sie vorhersehbar?
  • „Weit weg und ganz nah“ ist der direkte Nachfolger des Buch-und Kinoerfolgs „Ein ganzes halbes Jahr“. Hat Jojo Moyes es geschafft, sich von ihrem Welterfolg nicht blenden zu lassen? Wie schätzen Sie die Entwicklung zwischen den beiden Büchern ein?

 

Jojo Moyes ist eine der ganz Großen in der Literaturszene – doch das war nicht immer so. Ihre Demut und Dankbarkeit, mit dem Schreiben ihren Lebensunterhalt verdienen zu können, spiegelt sich auch in ihren Büchern wieder. Da verwundert es auch nicht, dass sie allesamt Weltbestseller werden. Die britische Autorin, die selbst aus einer armen Arbeiterklasse in London stammt, versteht die Sorgen und Ängste ihrer Leser. Und ist selbst als Erfolgsautorin mit ihrer kleinen Familie nicht abgehoben, sondern vielmehr ganz nah am echten Leben, wie wir es alle kennen. Voller Herausforderungen und Unsicherheiten, aber auch voll kleiner magischer Momente. So kann man sich nicht nur in die Figuren hineinversetzen, sondern auch mitfühlen. Und genau das macht ja einen guten Roman aus! Eine sympathische Schriftstellerin, von der wir sicherlich noch mehr lesen werden. Selbst, wenn in Ihrer Lesegruppe eher weniger Liebesromane gelesen werden – es lohnt sich ganz sicher, „Weit weg und ganz nah“ ausgiebig mit den anderen Teilnehmern zu diskutieren. Ein Liebesroman, der nicht nur berührt, sondern auch nachdenklich macht. Lassen Sie sich einfach darauf ein – auf die Erzählwelt von Jojo Moyes.

 

 

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