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9783103974614
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Nacht in Caracas

Roman

Karina Sainz Borgos Roman »Nacht in Caracas« ist ein intensives literarisches Debüt über das Schicksal einer jungen Frau und ein virtuoses Portrait eines untergehenden Landes. Adelaida beerdigt ihre Mutter, aber sie bleibt nur kurz am Grab stehen. Auf dem Friedhof ist es gefährlich, genau wie an jedem anderen Ort in Venezuela. Noch vor kurzem kamen die Menschen aus Europa, um hier ihr Glück zu machen. Nun versinkt das Land in Chaos und Elend. Als Adelaida gewaltsam aus ihrer Wohnung vertrieben wird, weiß sie nicht wohin. Alles, was sie geliebt hat, existiert nur noch in ihrer Erinnerung. Wenn sie sich retten will, bleibt ihr nur die Flucht. »Nichts war für mich dringlicher, als diese Geschichte zu schreiben. Über den Sturm zu sprechen, während er in einem tobt.« KARINA SAINZ BORGO

Karina Sainz Borgo wurde 1982 in Caracas geboren und emigrierte vor mehr als zwölf Jahren nach Spanien. Ihre Verwandten leben weiterhin in Venezuela. Sie arbeitet als Journalistin in Madrid und schreibt für verschiedene Zeitungen und Blogs in Spanien und Lateinamerika. »Nacht in Caracas« ist ihr erster Roman.
  1. Die Autorin Karina Sainz Borgo arbeitet auch als Journalistin. Warum, glauben Sie, hat sie die Form eines Romans gewählt? Welche Möglichkeiten bietet ein Roman, die eine Reportage nicht innehat?
  2. Was wissen Sie über die aktuelle politische Lage in Venezuela?

  3. Wie zeichnet die Autorin ihre Figuren? Finden Sie die Charaktere glaubwürdig?
  4. Inwieweit steht das Schicksal Adelaidas beispielhaft für das Leben in einem Staat, der sich zunehmend von einer demokratischen Regierung entfernt?
  5. Kann bzw. sollte Literatur Ihrer Meinung nach politisch sein?

Der Roman beginnt mit einem persönlichen Schicksalsschlag: Bereits der erste Satz nimmt den Leser mit auf eine Beerdigung. Die Mutter von Adelaida, der Ich-Erzählerin des Buches, ist viel zu früh gestorben, die erwachsene Tochter schwer getroffen. Die Beschreibung der Trauergäste und ihrer von Verlusten geprägten Lebensgeschichten macht jedoch deutlich, dass es um viel mehr geht als das: So steht der Tod der Mutter sinnbildlich auch für die zunehmende Entfremdung Adelaidas von ihrer Heimat Venezuela. 

Die Autorin des Romans arbeitet als Journalistin. Dies wird deutlich, wenn sie die Zustände in Venezuela nach Jahren eines korrupten, zunehmend diktatorischen Regimes mit einem Realismus schildert, der unter die Haut geht. Die alltäglichen Zumutungen des Alltags, denen die junge, willensstarke Adelaida ausgesetzt ist, machen erfahrbar, wie sich das Land in wenigen Jahren von einem Sehnsuchtsort für Auswanderer in einen von Armut, Korruption und Gewalt geprägten Ort verwandeln konnte. Karina Sainz Borgo entwickelt dabei bisweilen eine Wut, die den Leser auf keinen Fall unberührt lässt. 


Unser Fazit: »Nacht in Caracas« ist Dokument und aufrüttelnde Erzählung zugleich. Der Roman ist geeignet für alle, die mehr erfahren wollen über ein bewegtes Land und die perfekte Grundlage für Diskussionen in Ihrem Lesekreis, die über die Welt der Literatur hinausgehen.
 

Kategorien Belletristisch
Format Hardcover
Verlag S. FISCHER
Erschienen am
ISBN 978-3-103-97461-4

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