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Ida
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Ida

Sie ist eine der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts: Dora, das jüdische Mädchen mit der 'petite hystérie' und einer äußerst verschlungenen Familiengeschichte. Dora, die kaum achtzehn war, als sie es wagte, ihre Kur bei Sigmund Freud vorzeitig zu beenden, und ihn, wie er es fasste, "um die Befriedigung [brachte], sie weit gründlicher von ihrem Leiden zu befreien." Für Katharina Adler war die widerständige Patientin lange nicht mehr als eine Familien-Anekdote: ihre Urgroßmutter, die - nicht unter ihrem wirklichen Namen und auch nicht für eine besondere Leistung - zu Nachruhm kam, und dabei mal zum Opfer, mal zur Heldin stilisiert wurde. „Nach und nach wuchs in mir der Wunsch, dieses Bild von ihr zu ergänzen, ihm aber auch etwas entgegenzusetzen. Ich wollte eine Frau zeigen, die man nicht als lebenslängliche Hysterikerin abtun oder pauschal als Heldin instrumentalisieren kann. Eine Frau mit vielen Stärken und auch einigen Schwächen, die trotz aller Widrigkeiten bis zuletzt um ein selbstbestimmtes Leben ringt.“ Von ihr, von 'Ida', handelt dieser mitreißende Roman. Mit großem gestalterischem Weitblick und scharfem Auge für jedes Detail erzählt Katharina Adler die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung. Eine Geschichte, in die sich ein halbes Jahrhundert mit seinen Verwerfungen eingeschrieben hat. 'Ida' ist ein Plädoyer für die Wahrheit der Empfindung und die Vielfalt ihrer Versionen. Der Roman eines weitreichenden Lebens, das – mit Freuds Praxistür im Rücken – erst seinen Anfang nahm.

Katharina Adler wurde 1980 in München geboren, wo sie nach Stationen in Leipzig und Berlin heute wieder lebt. Bereits für das Manuskript ihres ersten Romans, 'Ida', erhielt sie das Literaturstipendium des Freistaats Bayern und wurde 2015 für den Alfred-Döblin-Preis nominiert. 2018, nach Erscheinen des Buches, folgte die Nominierung für den Klaus-Michael Kühne-Preis und den ZDF-aspekte-Literaturpreis.

  1. Wie ist Katharina Adler bei der Charakterzeichnung “ihrer” Ida vorgegangen?
  2. Wird Ida als selbstbestimmte Person dargestellt?
  3. Welche Rolle hat das längste und zentralste Kapitel inne, das Idas Therapie bei Freud zum Inhalt hat?
  4. Vergleichen Sie Freuds Beobachtungen mit Katharina Adlers Interpretation der Ereignisse.

Beim Lesen von “Ida” merkt man schnell, die Arbeit an ihrem Debütroman war für Katharina Adler weit mehr als ein literarisches Projekt, weit persönlicher. Schließlich geht es um das Leben ihrer Urgroßmutter, Ida Adler, die der Welt als Freuds Fall “Dora” bekannt ist. Allerdings ist der Roman nicht einfach eine Biografie. Er ist das Porträt einer Epoche, die von politischen Umbrüchen und Weltkriegen, aber auch von Neuanfängen geprägt war. All dies verwebt Katharina Adler mit der Familiengeschichte der Adlers und vor allem mit Episoden aus Idas Leben. Dabei sind die zentralen Themen natürlich Idas Beziehung zu den diversen Männern in ihrem Leben - zu ihrem Vater, ihrem Bruder, einem Freund der Familie - sowie ihr allgemein schlechter Gesundheitszustand, dem sie schließlich die Behandlung bei Sigmund Freud verdankte. 


Unser Fazit: Ein kluges, bemerkenswertes Debüt, das durch seine Vielschichtigkeit und komplexe Themenauswahl jede Menge Diskussionsstoff für Lesekreise liefert.

Kategorien Belletristisch, Biografisch
Format Hardcover
Verlag Rowohlt
Erschienen am
ISBN 978-3-498-00093-6

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