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9783426282182
19.99
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Der Kinderzug

Roman

Michaela Küppers aufwühlender Roman über ein Frauen-Schicksal im Dritten Reich vor dem Hintergrund der sogenannten Kinderlandverschickung Das Ruhrgebiet im Sommer 1943. Die junge Lehrerin Barbara soll eine Gruppe Mädchen im Rahmen der sogenannten Kinderlandverschickung begleiten. Angst, aber auch gespannte Unruhe beherrschen die Gedanken der Kinder, denn sie wissen nicht, was sie erwartet. Das Heim, das ihr zeitweiliges Zuhause werden soll, erweist sich zunächst als angenehme Überraschung, doch dann muss dieses geräumt werden. Es beginnt eine Odyssee, die nicht nur die Kinder, sondern auch Barbara an ihre Grenzen führt, denn mehr und mehr wird sie, die sich bisher aus der Politik herauszuhalten versucht hat, mit den grausamen Methoden und Plänen der Nationalsozialisten konfrontiert – und mit Menschen, die für ihre Ideologie vor nichts zurückschrecken. Als schließlich ein Mädchen verschwindet und ein polnischer Zwangsarbeiter verdächtigt wird, kommt für die Lehrerin die Stunde der Entscheidung. Ein Roman über die Frage: Wie konnte man, konnte eine Frau unter dem verbrecherischen System des Nationalsozialismus anständig bleiben?
Michaela Küpper wurde im niederrheinischen Alpen geboren und ist in Bonn aufgewachsen. In Marburg studierte sie Soziologie, Psychologie, Politik und Pädagogik. Dann zog es sie zurück ins Rheinland, wo sie nach einem Volontariat viele Jahre lang als Projektmanagerin in einem Verlag tätig war.
Heute arbeitet sie als freie Autorin, Redakteurin und Illustratorin.

  1. Wussten Sie bereits vor der Lektüre von den sogenannten Kinderlandverschickungen? Gibt es vielleicht sogar Erfahrungen in Ihrer eigenen Familie?
  2. Der Roman ist aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Welchen Zweck verfolgt die Autorin Ihrer Meinung nach damit?
  3. Die Erzählstimme vermittelt die geschilderten Ereignisse unmittelbar und ohne erklärende Einschübe aus der Sicht der verschiedenen Figuren. Wie kamen Sie damit zurecht? Auf welchem Wege gelingt es der Autorin, die nötigen Informationen zu vermitteln, die der Leser zum Verständnis braucht? 
  4. Giselas Erlebnisse werden in Form von Tagebucheinträgen wiedergegeben. Denken Sie an authentische Tagebücher, vielleicht an Ihr eigenes: Was unterscheidet diese Textform von einer literarischen Erzählung? Warum hat sich die Autorin Ihrere Meinung nach entschieden, diese Textform zu verwenden?

Michaela Küpper beherrscht ihr Handwerk: Als Leser werden wir mitten ins Geschehen geworfen und erleben hautnah mit, wie ein beinahe hoffnungsvoller Tag im Herbst 1945 für die Lehrerin Barbara Salzmann unvermittelt zur Katastrophe wird. Dann erst setzt die Autorin an, die Geschichte um Barbara und die ihr anvertrauten Kinder von vorne zu erzählen. Sie alle sind Teil der sogenannten Kinderlandverschickung und sollen mitten im Krieg ein Heim auf der vermeintlich sicheren Insel Usedom beziehen.  Ein Aufenthalt, der wegen der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende nur wenige Wochen dauern soll, sich jedoch schon bald zu einer Odyssee entwickelt, die sich letztendlich über  mehr als 800 Tage hinziehen wird.

 

Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht der Lehrerin Barbara, den beiden Geschwisterkindern Edith und Gisela sowie dem Jungen Karl erzählt, der den Kriegsalltag ebenfalls in einem eigens dafür eingerichteten Lager der Nationalsozialisten erlebt. Der Autorin gelingt es dabei auf beeindruckende Weise zu vermitteln, wie die Kinder auf die neuen, oft bedrückenden Lebensumstände reagieren. Wie sensibel Kinder die Welt um sich herum wahrnehmen und wie sich immer mehr Unsicherheit und Sorge in die anfängliche Ausgelassenheit einer Ausflugsfahrt schleicht, ist meisterlich erzählt. Besonders charmant ist, dass wir Giselas Erlebnisse in Form ihrer Tagebucheinträge lesen – eine Aufgabe, die ihr zu Beginn des Romans aufgetragen wird und die sie zunächst sehr widerwillig annimmt.

 

Unser Fazit: »Der Kinderzug« ist ein äußerst gelungener Roman mit komplexen und glaubwürdigen Figuren. Durch die verschiedenen Perspektiven entsteht ein vielseitiges und ausgewogenes Bild davon, welche Folgen der Krieg auf das unmittelbare Leben der Menschen hat. Michaela Küpper macht vermittelt Geschichte auf spannende Weise und macht sie emotional nachvollziehbar, ohne dabei in die Kitsch-Falle zu tappen!

Kategorien Belletristisch, Historisch, Spannend
Format Hardcover
Verlag Droemer
Erschienen am
ISBN 978-3-426-28218-2

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