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Stapel von Büchern mit einem aufgeschlagenem Buch und einer darauf liegenden Lesebrille und ein Stuhl im Hintergrund

Die 10 besten Bücher, die Sie in Ihrem Lesekreis unbedingt lesen sollten

Der Lesekreis ist gegründet, die Mitglieder sind eingeladen, ein Termin und Treffpunkt sind auch schon vereinbart. Doch was sollen Sie nun lesen? Wie nur aus der reichen Fülle an Weltliteratur die besten Bücher auswählen? Die 10 Bücher, die man unbedingt gelesen haben muss? Je nach Thema Ihres Lesekreises können Sie erst einmal damit beginnen, Themenschwerpunkte zu setzen. Dabei gibt es ein paar Dinge, die man beachten sollte, damit die Lektüre auch allen Mitgliedern Spaß macht:

Das Buch sollte nicht zu umfangreich und wenn möglich als Taschenbuch erhältlich sein. Eine Ausnahme gibt es: Wenn man sich bewusst verschiedene Kapitel eines großen Schmökers auf mehrere Treffen einteilen möchte.

Von modernen Klassikern bis hin zu den besten Büchern der letzten Jahre – wir haben für Sie die schönsten Buchtipps für Lesekreise zusammengefasst, wo für jeden etwas dabei ist:

 

Alles ist erleuchtet

Cover von "Alles ist erleuchtet" von Jonathan Safran Foer"Alles ist erleuchtet" – der Debütroman des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Safran Foer zählt bereits zu den modernen Klassikern und gilt als eines der erfolgreichsten Debüts der letzten Jahre. Wir erfahren die Geschichte um den jungen Amerikaner, der ebenfalls Jonathan Safran Foer heißt und der sich aufmacht, die eigene Familiensaga um die Zeit des Holocausts aufzudecken. Sein einziger Hinweis: ein Foto aus vergangenen Zeiten, das eine Frau mit dem Namen Augustine zeigt. Und der Name des Ortes seiner Familie: Trachimbrod in der Ukraine. Um das Familiengeheimnis zu lüften, muss Jonathan die Frau auf dem Bild finden. Also findet er sich auf dem Weg durch die Ukraine wieder – zusammen mit einem Reiseführer und einem Dolmetscher. In einem alten, klapprigen Auto geht es durch die verlassenen Landschaften und die beiden Mitfahrer erzählen Geschichten aus ihrer eigenen Vergangenheit. Schon bald entwickelt sich eine gewisse Freundschaft unter den Mitreisenden. Wird Jonathan der Familiengeschichte auf den Grund gehen? Stimmt es, dass diese Frau auf dem Foto seinen Großvater einst vor den Nazis gerettet hat? Und was hat sich wirklich zu dieser schrecklichen Zeit in seiner Familie abgespielt? Autor Jonathan Safran Foer hat mit „Alles ist erleuchtet“ einen Roman geschaffen, der immer wieder zum Nachdenken über die eigene Vergangenheit anregt – und der mit seiner klaren Sprache und Einfühlsamkeit ein so großes Lesepublikum in seinen Bann gezogen hat, dass das Buch auch erfolgreich für ein Millionenpublikum verfilmt wurde.

 

Die Toten

Cover von "Die Toten" von Christian Kracht mit einer bei Nacht beleuchteten BrückeChristian Kracht ist nicht umsonst einer der bekanntesten und erfolgreichsten Autoren unserer heutigen Zeit: In seinem neuen Roman "Die Toten" verführt er uns in die aufwühlenden Jahre der Weimarer Republik, in die Zeit der Moderne und Kultur im Berlin der 1920er Jahre. Wir tauchen ein in die Geschichte um einen Schweizer Filmregisseur, der zusammen mit einem Siegfried Kracauer und einer Lotte Eisner einen Gruselfilm drehen möchte. Schauplatz: Japan. Dazu muss er allerdings den Direktor der damals schon so einflussreichen UFA-Filmfabrik Hugenberg überreden, um die Finanzierung des Films zu sichern. Doch zu Zeiten der Weimarer Republik wollte man sich vielmehr davon abwenden, was in Hollywood gedreht wurde. Der Roman handelt sowohl von der Kultur als auch der Filmkultur dieser Zeit und gibt dank der fantasievollen Sprache Krachts einen schönen Einblick in die deutsche Filmbranche der 1920er Jahre – von den großen Meistern über die Künstler bis hin zur großen Bedeutung des deutschen Films. Eine anregende Lektüre für jeden, der sich mit der Kultur der Weimarer Republik näher auseinandersetzen möchte.

 

Die Schönheit der Nacht

Die internationale Bestsellerautorin Nina George gehört zu den besten ihres Fachs – und lässt uns dank ihrer Frau von hinten mit markantem Rückenreißverschluss auf dem Cover von "Die Schönheit der Nacht" von Nina Georgeberührenden Romane immer wieder an ihrer Gedankenwelt teilnehmen. Nach dem Welterfolg „Das Lavendelzimmer“ geht es in „Die Schönheit der Nacht" um zwei Frauen, die in der Mitte ihres Lebens stehen und doch auf der Suche nach sich selbst sind – und sich so neu entdecken. Die Geschichte entführt uns in die Bretagne. Es ist Sommer und die beiden Frauen Claire und Julie verbringen den Urlaub zusammen. Von außen scheint es, als ob beide erfolgreich sind und alles im Leben haben, was man sich nur wünschen kann. Claire ist eine erfolgreiche Verhaltensbiologin und arbeitet in Paris. Doch wie Julie wartet sie auf etwas, das sie lebendig macht und im Alltag nicht nur funktionieren lässt. Muss es nicht noch mehr im Leben geben? War es das etwa? In den nächsten Wochen sollen beide erfahren, wie es ist, wenn man seine Lebenslust und Weiblichkeit wiederentdeckt. Nina George schildert die Erlebnisse der beiden Frauen dabei so intensiv und sinnlich, dass man sich immer wieder dabei ertappt fühlt, wie die Autorin die Seele einer Frau wahrnehmen kann. Ein ergreifender Roman, der von den eigenen Lebensträumen und Zielen erzählt und somit sehr lesenswert ist – nicht nur für Frauen!

Sie hätten gerne noch mehr Buchtipps für Ihren Lesekreis? Dann lesen Sie hier weiter, welche Bücher es noch zu diskutieren gibt…

 

 

Wiener Straße

Malerei einer Häuserfront auf dem Cover von "Wiener Straße" von Sven RegenerBekannt durch seinen Erfolgsroman „Herr Lehmann“, erzählt der deutsche Autor Sven Regener in seinem neuesten Roman "Wiener Straße" wieder von seinem Lieblingsthema: das Leben in der deutschen Hauptstadt. Diesmal werden die Leser ins Berlin der 1980er Jahre eingeführt – damals wimmelt es nur so vor Künstlern und Kreativen, die allesamt den energetischen Puls der Stadt ausmachen. In diesem vibrierenden Schmelztiegel treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander. Da gibt es Frank Lehmann, der zusammen mit seiner Nichte Chrissie und den beiden Künstlern Karl Schmidt und H.R. Ledigt in eine Wohnung ziehen muss – die Wohnung liegt direkt in Kreuzberg über dem Café Einfall in der Wiener Straße. Was dann passiert, kann niemand wissen, noch vorausahnen: Die weitere Geschichte hat mit einer Kreuzberger Kunstausstellung, einer Kettensäge, sowie einem österreichischen Aktionskünstler zu tun, sowie dem Besuch einer Mutter und die Frage, was nun geeigneter dazu ist, einen Lebensunterhalt zu verdienen: ein Putzjob oder das Verkaufen von Kuchen. So wirr und schräg sich die Details der Geschichte anhören, so zeichnet Sven Regener auch seine Charaktere: immer ein bisschen anders, derbe und bizarr, aber auf jeden Fall lustig. Ein Roman, der Lust darauf macht, in das Berlin der 1980er Jahre einzutauchen und Geschichten, sowie eigene Erlebnisse aus eben dieser Zeit auszutauschen.

 

Drehtür

Das Wort "Drehtür" in roten Lettern und einem Wirbel auf dem Cover von Katja Lange-Müllers "Drehtür"Was passiert, wenn man sein eigenes Leben dem Helfen anderer Menschen verschrieben hat – es aber nicht mehr darf? So geht es plötzlich Asta. Sie ist seit 22 Jahren Krankenschwester einer internationalen Hilfsorganisation und wurde zuletzt in Nicaragua eingesetzt. Doch nun steht sie am Flughafen in München und muss erkennen, dass sie ihren Job verloren hat. Nach ein paar Fehlern ihrerseits wurde sie von den einst vertrauten Kollegen einfach rausgemobbt – und in ein Flugzeug zurück nach Deutschland gesetzt. In "Drehtür" erzählt die deutsche Autorin Katja Lange-Müller davon, wie es ist, auf einmal nicht mehr gebraucht zu werden. Denn das Arbeiten bei einer internationalen Hilfsorganisation ist für Asta der Sinn des Lebens. Nun kommt sie zum ersten Mal ins Grübeln. Sie steht mit ihrer Zigarette neben der Drehtür des Flughafen-Terminals – wie soll es nun weitergehen? Es scheint auf einmal so, als ob alle Menschen um sie herum plötzlich zu Menschen werden, die sie schon einmal getroffen hat. Denen sie schon einmal geholfen hat. Was macht es mit einem Menschen, der helfen will und nicht mehr kann? Welche Risiken kommen da auf einen zu? Asta kann sich kein anderes Leben vorstellen – und somit ist „Drehtür“ ein äußerst berührender Roman, der von Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit erzählt. Ein äußerst interessantes Thema, das es zu diskutieren gilt und immer aktuell bleiben wird.


 

Und was hat das mit mir zu tun?

Im Hintergrund der Schriftzeichen ist auf dem Cover von Sacha Batthyanys "Und was hat das mit mir zu tun" ein Haus zu sehenDie eigene Familiengeschichte. Vergangene Ereignisse, denen man weder beigewohnt hat noch die man hätte ändern können. "Und was hat das mit mir zu tun?" Genau diese Frage stellt sich Autor Sacha Batthyany und schafft damit einen Roman, der wiederholt zum Nachdenken anregt. Über das eigene Leben und die Vergangenheit. Es geht um den Holocaust, um schreckliche Taten innerhalb der eigenen Familie. Inwieweit hat das Auswirkungen auf einen Selbst? Sacha Batthyany begibt sich auf eine Reise in seine Vergangenheit – und schließlich zu sich selbst. Denn ganz gleich, wie modern und aufgeklärt die heutige Generation auch ist: Die eigene Vergangenheit lässt einen nicht los. Und auch, wenn man sie nicht verstehen kann, gilt es zumindest, sie zu versuchen, aufzuklären. So auch beim Autor selbst: Seine eigene Großtante, Gräfin Margit Thyssen-Batthyany, gibt ein großes Fest auf ihrem Schloss kurz vor Ende des Krieges. Auf dem Heimweg erschießen die Gäste 180 Juden, die am selben Bahnhof auf ihren Weitertransport gewartet haben. Um herauszufinden, was genau in dieser Nacht geschah, macht sich der Autor auf eine Reise – nach Ungarn, nach Österreich nach dem Krieg und in die Schweiz der heutigen Zeit. Er wird Geheimnisse lüften, die die gesamte Wahrnehmung seiner eigenen Familie verändern sollen. Ein Buch, das kaum bedrückender sein kann und doch die Augen öffnet.

 

Vielleicht sind Sie aber auch eher an einer philosophischen Lektüre interessiert, die die ganz großen Fragen aufwirft? Dann haben wir hier die besten Bücher für Sie:

 

Das bessere Leben

Ulrich Peltzers "Das bessere Leben" mit Hochhäuserfronten und Fenstern als Cover"Das bessere Leben" – was genau soll das sein? Das fragt sich Autor Ulrich Peltzer in seinem gleichnamigen Roman. Darin geht es um die Frage, wie wir leben wollen. Es geht um Träume und Utopien – aber auch um die heutige Zeit. Unsere Welt ist dem Kapitalismus verschrieben, aus ehemaligen Forschern und Weltverbesserern sind Manager geworden, die sich nur in die eigene Tasche wirtschaften. So auch Jochen Brockmann, erfolgreicher Sales Manager, der sich immer mehr in dubiose Geldgeschäfte verstrickt. Auch Sylvester Lee Fleming, ein Geschäftsmann ohne Skrupel, ist nur an seinem eigenen Reichtum interessiert. Was wird aus einer Gesellschaft, in der es immer nur um Geld geht? Ulrich Peltzer hat mit „Das bessere Leben“ einen philosophischen Roman geschaffen, in dem es um die ganz großen Fragen des 21. Jahrhunderts geht.

 

 

 

Ruhm

Daniel Kehlmann – spätestens seit seinem Erfolgsroman „Die Vermessung der Welt“ gehört der deutsche Schriftsteller zu den wichtigsten Seenlandschaft und die Front von einem Helikopter sind auf dem Buchcover von Daniela Kehlmanns "Ruhm" zu sehenAutoren unserer Zeit. Mit seinem neuesten Roman "Ruhm" hat er ein ebenso scharf beobachtendes wie unterhaltsam geschriebenes Werk geschaffen, das schon jetzt zu den besten Büchern der letzten Jahre gehört. Mehrere Episoden verweben sich zu einem großen Wirrwarr und man weiß am Ende gar nicht mehr, was Schein und was Wirklichkeit ist: Da ist der Schriftsteller, der seine Mitmenschen in seiner Literatur verarbeitet, ein erfolgreicher Schauspieler, der eigentlich lieber unbekannt wäre und ein scheinbar normaler Abteilungsleiter, der jedoch ein Doppelleben führt. All diese Geschichten seiner Charaktere spinnt Daniel Kehlmann in „Ruhm“ zu einem großen Netz zusammen – und schafft so ein gleichsam intelligentes wie auch kurzweiliges Lesevergnügen, das allerlei Fragen aufwirft.

 

Statt etwas oder Der letzte Rank

Buchcover von Martin Walsers "Der letzte Rank oder Der letzte Rank" mit einem goldenen RahmenIn einer Liste der besten Bücher für Lesekreise darf der große deutsche Schriftsteller Martin Walser natürlich nicht fehlen: Mit seinem neuesten Roman "Statt etwas oder Der letzte Rank" setzt der 91-Jährige seinem beachtlichen Lebenswerk sozusagen die Krone auf. Worum es geht? Um das große Ganze natürlich. Um den Menschen, das Leben, die Freiheit. Es geht um einen älteren Herrn, der mit seinem Leben schon so gut wie abgeschlossen hat und der sich stattdessen nichts sehnlichster wünscht, als in Ruhe gelassen zu werden. Ebenso wenig will er sich noch an Regeln und Erwartungen, an seine Person gerichtet, halten müssen. Stattdessen starrt er von nun an den lieben langen Tag auf eine kahle Wand. In diesem Lebensroman zeigt Martin Walser einmal mehr seine große literarische Erzählkunst. Manche Literaturkritiker interpretieren den Prosatext gar als Selbstgespräch des Autors. Somit bietet sich „Statt etwas oder Der letzte Rank“ ideal als Lektüre für den Lesekreis an, um weitere Interpretationen anzustellen und gleichwohl mehr über das Leben eines der größten deutschen Literaten unserer Zeit zu erfahren.

 

 

 

Weit über das Land

Peter Stamms Buchcover zu "Weit über das Land" mit Baumstämmen im HintergrundWas würde passieren, wenn man jetzt einfach gehen würde? Einfach aus der Tür hinaustreten, sein eigenes Leben hinter sich lassen und noch einmal neu anfangen? Diesen Wunschtraum vieler Menschen beschreibt der deutsche Autor Peter Stamm in seinem neuesten Werk "Weit über das Land". Wie wohl viele Menschen sehnt sich auch Thomas nach einem neuen Leben – und macht es. Er geht. Lässt Frau und Kinder im gemeinsamen Haus hinter sich. Erst wundert sich seine Frau, dann macht sie sich doch Sorgen. Doch Thomas geht einfach seinen Weg. Kann das wirklich die Lösung sein? Alles hinter sich zu lassen, auf der Suche nach einem neuen Ich – oder sogar nach sich selbst? Kann es nicht auch einfacher sein, ab und zu aus dem Alltag auszubrechen? All diese philosophischen Fragen wirft Peter Stamm mit seiner bekannten Klarheit und Feinfühligkeit in den Raum. Inspirierende Denkansätze, über die es sich zu diskutieren lohnt!
 

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