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Im schwarz-weißen Nebellicht sind die Silhouette einer Person und deren ausgestreckte Hände zu sehen.

Beste Krimis für den Lesekreis: Eine Liste, die für Nervenkitzel sorgt

Die einen fürchten sie, die anderen lieben sie. Fest steht: Krimis sorgen für eine fesselnde Spannung im sonst so grauen Alltag. Die besten Krimis schaffen es, uns für ein paar Stunden zu entführen: in ferne Welten bis hin zu den Abgründen der menschlichen Seele. Gerade deshalb üben sie so eine schrecklich-schöne Faszination auf ihre Leser aus. Neben deutschen Krimiautoren gibt es auch allerlei internationale Schriftsteller, die sich alle dem Schreiben über das Schrecken gewidmet haben und somit wahre Bestseller schaffen, die es lohnt, im Lesekreis zu besprechen. Und sich so gemeinsam zu gruseln.

Von Krimi-Klassikern bis hin zu aktuellen Blockbustern, wir haben die zehn besten Krimis herausgesucht, die Ihren Lesekreis so richtig schön erschaudern lassen:

 

AchtNacht

rote liegende Acht auf schwarzem Hintergrund als Buchcover von Sebastian Fitzeks "AchtNacht"Wer bei Krimis direkt an Psychothriller denkt, ist bei Sebastian Fitzek bestens aufgehoben. Der deutsche Krimiautor ist bekannt für seine düsteren Romane, die einen bis zum Ende in Atem halten. So auch sein neuestes Werk "AchtNacht". Allein schon der etwas seltsam klingende Titel macht neugierig. Was hat es damit auf sich? Fitzek hat sich für diesen Blockbuster ein besonders perfides Experiment ausgedacht: Es gibt einen Menschen auf der Welt, den Sie über alles hassen? Dann werfen Sie doch seinen Namen in die Todeslotterie. Jedes Jahr, am 8.8., wird dann der Name einer Person gezogen. Aus über 80 Millionen Menschen in Deutschland, die alle sogleich Ihre Feinde sind. In dieser einen Nacht wird diese Person geächtet und darf getötet werden – ohne Strafe und dafür mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro als Belohnung. Da wird auf einmal Ihr eigener Name gezogen!

Seit seinem Bucherfolg „Die Therapie“ aus dem Jahr 2006 ist Fitzek aus den Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. „AchtNacht“ ist ein weiterer fesselnder Thriller, der gleichzeitig zum Nachdenken anregt – über die Entscheidungen, die wir für uns selbst und unsere Mitmenschen treffen.
 

 

Totenfang

schwarz umrandetes Kreuz auf weißem Hintergrund als Buchcover für "Totenfang" von Simon BeckettSimon Becketts Name ist untrennbar mit dem von David Hunter verbunden – der britische Erfolgsautor hat mit dem forensischen Anthropologen eine Hauptfigur für seine Thriller geschaffen, mit der wir immer wieder mitfiebern. Nach dem Überraschungserfolg „Die Chemie des Todes“ von 2006, dem ersten Band der Kriminalreihe um Hunter, erzählt „Totenfang“ nunmehr in seiner sechsten Ausgabe von einem neuen Kriminalfall, den nur der Forensiker mit der detailverliebten Beobachtungsgabe aufdecken kann. Es geht um einen jungen Mann namens Leo Villiers, der eines Tage spurlos verschwunden ist. Da wird ein paar Tage später eine Männerleiche in einem Fluss gefunden, die schon stark verwest ist. Die offizielle Geschichte dazu lautet: Einer angesehenen Familie angehörend hatte Leo Villiers eine Affäre mit einer verheirateten Frau – und bringt sich und die Frau schließlich um aufgrund der Aussichtslosigkeit der Situation. Doch David Hunter entwickelt Zweifel an der Geschichte: Denn am nächsten Tag wird wieder etwas im Fluss gefunden. Diesmal handelt es sich um einen abgetrennten Fuß. Und der Gerichtsmediziner macht sich allein auf den Weg, der Geschichte auf den Grund zu gehen. Da findet er sich auf einmal in einem Netz aus Familienfeindseligkeiten wieder. Jeder scheint etwas zu verbergen. Nur was? Achtung: Nichts für schwache Nerven!

Kleiner Exkurs: Simon Beckett arbeitete früher als Journalist und hat sich damals vor allem auch mit Kriminalfällen auseinandergesetzt. Eine seiner Auftragsarbeiten führte ihn nach Tennessee, USA, in ein Forschungsinstitut für Verwesungsprozesse. Deshalb kennt er sich so gut mit dem Thema aus und kann seine Thriller besonders erlebnisnah erzählen.

Natürlich dürfen in einer Liste über die besten Krimis auch die Skandinavier nicht fehlen. Lesen Sie hier weiter, wenn Sie noch mehr Inspiration für Ihren Krimi-Lesekreis bekommen möchten:

 

Mörder ohne Gesicht

kleines Haus am See, in dem Licht brennt und draußen ist es bewölkt und nebeligEiner der besten Krimis überhaupt: Schon allein der Name Henning Mankell steht synonym für all die cleveren Krimis, die so nur aus Skandinavien kommen. Der Schwede galt als einer der erfolgreichsten Krimiautoren, gerade für seine spannenden Kriminalfälle um Kurt Wallander. Der Kriminalkommissar ermittelt in der Kleinstadt Ystad seit dem ersten Roman "Mörder ohne Gesicht". Der gruselige Titel stimmt zugleich in die dunkle Geschichte um ein altes Bauernehepaar ein, das auf ihrem Hof brutal ermordet worden war. Denn als Wallander den Raum betritt, kann er nicht glauben, was er da sieht. Es mag wohl zu den schlimmsten Dingen gehören, die der Kriminalkommissar überhaupt jemals gesehen haben mag. Und nun kann er es nicht mehr aus seinem Gedächtnis löschen… es geht alles darum, diese schreckliche Tat aufzuklären. Warum wurde das Ehepaar umgebracht? Warum musste das auf so grausame Art geschehen? Und was hat es mit dem seltsamen Hinweis der Bäuerin auf sich? Doch Wallander wäre nicht Wallander, wenn er nicht auch diesen Fall mit seiner bekannten Präzision und Scharfsinnigkeit lösen könnte…

Kurz nach seinem Erscheinen 1991 wurde „Mörder ohne Gesicht“ als bester Krimi Skandinaviens bezeichnet. Zahlreiche Verfilmungen der Wallander-Fälle sorgten in den Jahren darauf, dass Henning Mankell seit jeher für seine fesselnden Kriminalfälle bekannt ist.

 

Der Fledermausmann

Ein weiterer berühmter Vertreter skandinavischer Krimiromane: Jo Nesbø. Der norwegische Schriftsteller ist bekannt für seine brutalen Mordfälle. kleines Holzhaus mit Rettungsring am See, eine Stromoberleitung und der See im HintergrundSeine Hauptfigur Kommissar Harry Hole hat es sich zur Aufgabe gemacht, selbst vor den schlimmsten Entdeckungen nicht zurückzuschrecken. "Der Fledermausmann"spielt in Australien, wo Harry Hole den grausamen Mord an der Schauspielerin Inger Holter aufklären soll. Dazu wird ihm Andrew Kensington zur Seite gestellt, selbst Polizist und dazu noch ein Ureinwohner Australiens. Der Aborigine und Harry verstehen sich auf Anhieb sehr gut und scheinen ein gutes Team zu sein. Da finden sie heraus, dass der Mord an der blonden Schauspielerin kein Einzelfall gewesen sein soll. Vielmehr sind sie nun drauf und dran, einen großen Coup zu machen, indem sie einem Psychopathen und Frauenmörder auf der Spur sind. Wieso sonst werden an der gesamten Ostküste Australiens immer wieder Frauen vergewaltigt und ermordet – immer blond, immer jungen Alters?

Am Ende legt man den Krimi mit zitternden Händen beiseite und es stockt einem immer noch der Atem, so fürchterlich und ergreifend ist der Mordfall aus den Händen Jo Nesbøs. Nichts für schwache Nerven!

 

Verblendung

dunkler Hintergrund und eine silberne Maske im Vordergrund als Buchcover von Stieg Larssons "Verblendung"Wer kennt ihn nicht? Stieg Larsson ist vielen durch seine Millenium-Trilogie bekannt. Sein Werk "Verblendung" ist der erste Teil. Und was für einer: Hier treten schreckliche Familiengeheimnisse ans Tageslicht. Jahrzehnte ist es schon her, dass Harriet Vanger während einer Familienzusammenkunft plötzlich verschwunden ist – und nie wieder auftaucht. Eines Tages nimmt sich der Journalist Mikael Blomkvist vor, dem Fall auf die Spur zu gehen. Zusammen mit der Polizeikommissarin Lisbeth Salander recherchieren sie in der Familiengeschichte von Harriet Vanger. Doch was sie dabei herausfinden, hätte eigentlich für immer im Dunkeln bleiben sollen…

Stieg Larsson schafft es, von den Abgründen der Menschen so fesselnd zu erzählen, dass man den Thriller so gut wie gar nicht mehr weglegen kann. Eine grausame Tat, die selbst erprobte Krimifans bis ins Mark trifft.

 

Kleine Lesepause, um sich nach den schrecklichen Kriminalfällen bisher zu erholen. Doch es kommt noch mehr! Wir haben noch viele weitere spannende Krimis für Sie:

 

Insomnia

Gesicht einer weißen Schneeeule als Cover von Jilliane Hoffmanns "Insomnia""Insomnia" heißt übersetzt Schlaflosigkeit – und genau das kann man auch von diesem Kriminalroman der amerikanischen Autorin Jilliane Hoffman erwarten. Ein Serienkiller soll sein Unheil im Süden Floridas treiben. Er vergewaltigt junge Schulmädchen und benutzt dabei schreckliche Werkzeuge. Die 17-jährige Mallory Knight ist seit zwei Tagen vermisst. Da taucht sie auf einmal wieder auf, total verstört und mit schlimmen Wunden versehrt. Sie erzählt, wie sie dem „Hammermann“ entkommen sei. Ein paar Tage später wird das nächste Mädchen vermisst. Mallory ist die einzige zuverlässige Quelle für die Polizisten. Doch die verstrickt sich in immer mehr Widersprüchen… ein Thriller wie er im Buche steht – Gänsehaut inklusive!

 

Der Geiger

Parklandschaft mit einer Parkbank, Bäumen und einem Spaziergänger in nostalgischem Farbton als Buchcover von "Der Geiger" von Mechtild BorrmannDer berühmte Geiger Ilka Grenko verliert eines Nachts die beiden Dinge, die ihm im Leben am liebsten sind: seine Familie und seine Stradivari. Wir schreiben das Jahr 1948 und er ist Oper eines furchtbaren Verbrechens geworden. Die grausame Tat wird Zeit seines Lebens niemals aufgeklärt. Jahrzehnte später wird die Enkeltochter Vika Grenko kaltblütig erschossen. Ihr Bruder Sascha beschließt, alles daran zu setzen, den Mordfall aufzuklären. Und steckt plötzlich selbst mittendrin im Familiengeheimnis. Wird er die Verbrechen aufklären können? Und was hat es mit der verschollenen Stradivari auf sich, die wie ein dunkler Fluch auf der Familie lastet?

Die deutsche Krimiautorin Mechthild Borrmann hat mit "Der Geiger" einen Kriminalroman geschaffen, den man so schnell nicht aus den Händen legen möchte. Wie es sich für einen gelungenen Krimi gehört, ertappt man sich immer wieder dabei, wie man selbst den Fall lösen möchte. Aber aufgepasst: Diese schreckliche Familiengeschichte und ihr Geheimnis lassen niemanden kalt.

 

Kaltblütig

weißes Buchcover mit schwarzer und roter Schrift und einer SchlangeTruman Capote, einer der bekanntesten amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, verbindet man eigentlich mit seinem Liebesroman „Frühstück bei Tiffany“, wofür er auch das Drehbuch mit Audrey Hepburn geschrieben hatte. Doch mit "Kaltblütig" ist ihm ein fesselnder Roman über das perfekte Verbrechen gelungen. Denn plötzlich ist eine gesamte Familie in Kansas wie ausgelöscht. Grauenvoll ermordet, auf der eigenen Farm. Da breitet sich auf einmal Panik aus, schließlich handelt es sich um eine Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Wer könnte der Mörder gewesen sein? Oder waren es gar mehrere Mörder? Die Täter werden schnell gefasst und ins Gefängnis gebracht. Dort werden sie befragt, wobei immer mehr und mehr Tatsachen ans Tageslicht kommen. Spannend und schrecklich zugleich – aufgeschrieben ganz im Stil von Truman Capote. Ein wahres Meisterwerk, das zeitloser nicht sein könnte!

 

Was einen Thriller meist noch spannender und gruseliger macht, ist es, wenn er nah am aktuellen Zeitgeschehen geschrieben ist. So auch bei den nächsten brandaktuellen Erscheinungen:

Der Circle

rotes Cover von "Der Circle" von Dave Eggers mit asiatischem Symbol in der Mitte "Der Circle" – was soll das sein? Der amerikanische Autor Dave Eggers erschafft mit seinem Thriller eine gespenstische Vision unseres digitalen Lebens – darin geht es um die totale Überwachung aller Menschen auf der Welt. Und das durch eine einzige ganz bestimmte Gruppe an Auserwählten, die zum inneren Kreis namens „Circle“ gehören, einem riesigen Internetkonzern in den USA, das die komplette Vernetzung erschaffen möchte. Alles beginnt damit, dass sich Mae Holland nach ihrem Studium nichts lieber wünscht, als selbst beim hippen „Circle“ mitzuarbeiten – zu verlockend ist die Idee, bei einem so hippen Unternehmen anzufangen, zu verführend die Arbeitsbedingungen. Doch schon an ihrem ersten Tag soll sie all ihre privaten Daten offenlegen, 24 Stunden am Tag mit Kollegen vernetzt sein und am besten alles teilen, was sie im Alltag so erlebt. Mae bekommt Zweifel, denkt aber immer noch an die „schöne neue Welt“. Als Mae dann eines Tages sogar live ihren Alltag mit Hunderttausenden von Menschen teilt und sie so ihre Familie und Freunde verärgert, bricht sie zusammen und das Experiment ab. Ist diese Zukunftsvision vielleicht doch gar nicht so toll wie gedacht? Und was hat es mit dem geheimen Kollegen zu tun, der nun immer wieder auftaucht, über den sie online aber nichts herausfinden kann?

Ist diese Vision heute schon Wirklichkeit geworden? „Der Circle“ wurde von den Medien bereits als das Äquivalent zu George Orwells „1984“ für unser digitales Zeitalter bezeichnet. Wie Orwell hat auch Eggers die Gabe, Gedankenspiele zu gesellschaftlichen Entwicklungen anzustellen. Zuletzt wurde der Plot mit der amerikanischen Schauspielerin Emma Watson sowie Tom Hanks verfilmt und war ein ebenso großer Publikumserfolg.

 

Die Tyrannei des Schmetterlings

buntes Cover mit Lichteffekten und einem Schmetterling zu Frank Schätzings "Die Tyrannei des Schmetterlings"Künstliche Intelligenz – die einen sind ganz hingerissen von den neuen Möglichkeiten der faszinierenden Technologie, die anderen fürchten sich. Vom Fürchten vor intelligenten Robotern handelt auch der neue Roman vom deutschen Krimiautor "Die Tyrannei des Schmetterlings", einem der besten Krimis der letzten Jahre. Denn in Kalifornien ist eine Frau in eine Schlucht gestürzt. Sheriff Luther Opoku aus dem verschlafenen Örtchen Sierra soll den Fall aufklären. Handelt es sich um einen Unfall oder gar Mord? Bei seinen Ermittlungen erfährt er zum ersten Mal etwas von Nordvisk Inc., einem Hightech-Konzern, der sich ganz in der Nähe niedergelassen hatte. Was hat es mit dem Technikkonzern auf sich? Warum haben sie sich gerade in dieser einsamen Gegend niedergelassen? Und was hat das alles mit der Frau in der Schlucht zu tun?

Frank Schätzing schafft es immer wieder, in seinem Thriller die Abgründe so erlebnisnah zu erzählen, dass man nur noch den Kopf schütteln kann, den Atem anhält und sich immer wieder fragt: Was wird da wohl noch auf uns zukommen? So richtig zum Fürchten!

Tipp: Diskutieren Sie in diesem Zusammenhang in Ihrem Lesekreis Ihre eigenen Erfahrungen im digitalen Zeitalter. Wie schätzen Sie selbst die Lage ein, welche Hoffnungen und Ängste haben Sie? Ein Thema, das aktueller nicht sein könnte.

 

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