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Sophia von Dahlwitz, Autorin, Frau

Begeben Sie sich mit Sophia von Dahlwitz auf eine Reise in die Vergangenheit und in ihre ganz persönliche Geschichte

Haben Sie schon von Sophia von Dahlwitz gehört? Ziemlich sicher – denn sie ist die Autorin vieler erfolgreicher deutscher Romane. Bis zu acht Bücher hat sie bereits veröffentlicht und vier ihrer Werke wurden für das deutsche Kino verfilmt. Sie erkennen den Namen immer noch nicht? Keine Sorge – all ihre bisherigen Werke erschienen unter einem anderen Namen. Denn Sophia von Dahlwitz ist ein Pseudonym. Ein Pseudonym, das die Erfolgsautorin verwendet, um mit ihrem Roman „Das Licht zwischen den Zeiten“ ihre persönliche Familiengeschichte zu erzählen. Dafür begibt sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit – die allerlei Bewegendes hervorbringt.

 

Dieser Text soll Ihnen einen Einblick in die Person Sophia von Dahlwitz und in die Entstehung von „Das Licht zwischen den Zeiten“ geben  ein packender Roman, den Sie unbedingt in Ihrem Lesekreis behandeln sollten:

 

Wer ist Sophia von Dahlwitz wirklich?

Sophia von Dahlwitz: Pseudonym als Selbstschutz? Wer oder was steckt dahinter? Tatsächlich gibt es so gut wie keine Angaben zur Person Sophia von Dahlwitz. Fest steht nach Verlagsangaben nur, dass es sich bei „Das Licht zwischen den Zeiten“ um den ersten Roman aus der Feder von Sophia von Dahlwitz handelt und dass das Buch auf dem Leben der Autorin und ihrer Familie beruht. Sie selbst möchte aber nicht in Erscheinung treten. Und sogar die Eltern der Autorin haben Sophia von Dahlwitz gebeten, dass sie die Geschichte aus Rücksicht auf die eigene Familie nur unter Pseudonym veröffentlicht. Was hat es mit „Das Licht zwischen den Zeiten“ auf sich, dass die Autorin sich dazu entschlossen hat, die Geschichte nicht unter ihrem Klarnamen zu veröffentlichen?

 

Tatsächlich lässt sich aufgrund des Pseudonyms nicht viel mehr über die Autorin selbst herausfinden. Fest steht, dass mit der Familie im Buch die Familie von Sophia von Dahlwitz gemeint ist und dass sich die Geschehnisse autobiografisch so zugetragen haben. Sophia von Dahlwitz ist natürlich nicht die einzige Autorin, die unter Pseudonym veröffentlicht.

 

Exkurs: Warum verwenden Autoren ein Pseudonym?

Unbekannte Autorin arbeitet am Laptop.Es kann viele verschiedene Gründe dafür geben, warum sich Autoren dazu entscheiden, ein Buch unter einem anderen Namen zu veröffentlichen. Selbst einer der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der Gegenwart Joanne K. Rowling, die Schöpferin der Harry Potter-Saga, hat einen Kriminalroman unter anderem Namen geschrieben – um sich von ihrem vorherigen Erfolg ganz frei zu machen. Beispielsweise kann ein Werk auch so stark mit der eigenen Geschichte und der eigenen Familie zu tun haben, dass man sich und seine Angehörigen schützen muss. Das Thema liegt einem selbst trotzdem so sehr am Herzen, dass man es mit einem lesenden Publikum teilen möchte. Ein anderer Grund dafür kann sein, dass das Genre und das Thema eines neuen Werkes sich zu sehr von dem unterscheiden, wofür die Autorin oder der Autor normalerweise bekannt ist. So oder so kann ein Pseudonym eine ideale Lösung dafür sein, wenn ein Autor das Gefühl hat, dass eine Geschichte trotz aller Hindernisse erzählt werden muss.

 

Lesen Sie weiter, wenn Sie erfahren möchten, was genau das Besondere an „Das Licht zwischen den Zeiten“ ist. So brisant, dass sich die Autorin bei ihrer Reise in die Vergangenheit zu dem Pseudonym Sophia von Dahlwitz genötigt sah:

 

„Das Licht zwischen den Zeiten“ als autobiografische Familiensaga

Buch: Sophia von Dahlwitz_Das Licht zwischen den Zeiten

„Das Licht zwischen den Zeiten“ – allein schon der poetisch klingende Titel verspricht einiges. Fest steht: Sophia von Dahlwitz lässt allerlei Autobiografisches in den Roman einfließen. Es handelt sich hierbei um eine epische Familiensaga, die in den 1920er Jahren spielt und die ihre Leser mit vielen Geheimnissen in ihren Bann zieht. Wir befinden uns in Westpreußen im Jahr 1918. Der Erste Weltkrieg ist bereits so gut wie verloren. Die, die den Krieg bis jetzt überlebt haben, sind völlig verarmt, es herrscht Chaos. Als die traumatisierten Männer aus dem Krieg heimkommen, kommt es zu Revolten. Von all dem scheint aber die Adelsfamilie von Dahlwitz erst einmal wenig mitzubekommen. Sie lebt auf Gut Frommberg, einem Anwesen mit Bediensteten in einem idyllischen Park, abgeschottet von den schrecklichen Problemen der Welt. So scheint es. Denn im Laufe des Romans tauchen immer mehr verborgene Familiengeheimnisse auf. Das Bild der angesehenen Familie droht zu zerbrechen. Es geht um verbotene Lieben und verhängnisvolle Verbindungen. Zuerst verliebt sich Georg, der Adoptivsohn der Familie von Dahlwitz, in Helen, seine eigene Stiefschwester. Davon ahnt allerdings zunächst niemand etwa. Eines Tages deckt aber Rudela, die 13-jährige Schwester, das Geheimnis auf. Die Eltern Donata und Heinrich von Dahlwitz sind außer sich und versuchen alles, um diese Liebe, die nicht sein darf, zu verhindern. Als Helens Schwester von Justus, dem Sohn eines Offiziers, angebetet wird, verhält es sich dagegen ganz anders. Alle sind erfreut. Auf den ersten Blick ist diese Liebe von den Eltern gern gesehen. Niemand ahnt etwas Böses. Doch dann kommt ein weiteres verborgenes Geheimnis ans Tageslicht: Justus ist in Wirklichkeit Anhänger der Nationalsozialisten… Wie soll es nach diesen Neuigkeiten nun weitergehen? Wird die Familie für immer zerbrechen?

 

Die Zeitschrift Elle spricht von einer „sehr bewegten und bewegenden“ Familiensaga. Und auch die Donna lobt die deutsche Autorin für ihren großen Roman: „Sophia von Dahlwitz beschreibt die Nöte, Ängste und Begierden von Menschen in einer Ära, in der alte Konventionen nicht mehr gelten.“

 

Extratipp: Auch, wenn Sie in Ihrem Lesekreis vielleicht eher Sachbücher behandeln – „Das Licht zwischen den Zeiten“ schafft den kunstvollen Spagat zwischen Familiensaga und historischen Fakten. So ist der Roman vor allem auch für Geschichtsinteressierte geeignet. Schlagen Sie ihn einfach mal in Ihrer nächsten Lesegruppe vor. Hier ist für jeden etwas dabei.

 

Jetzt wird immer mehr verständlich, warum die Autorin das Pseudonym Sophia von Dahlwitz für ihre Veröffentlichung gewählt hat… Welche konkreten Übereinstimmungen von Roman und wahrem Leben gibt es?

 

Gemeinsamkeiten zwischen Fiktion und Realität

Alte Briefe und FotosSo erschreckend sie auch ist, diese Familien-Saga fußt laut Autorin Sophia von Dahlwitz auf den wahren Geschehnissen in ihrer eigenen Familie während der Zwanziger Jahre. Für die Autorin ist es eine Reise in die Vergangenheit ihrer Vorfahren. Justus von Dahlwitz stellt sich in Wirklichkeit als ihr eigener Großvater heraus. Er war bereits in den Zwanziger Jahren Mitglied der Hitlerjugend. Im Roman taucht ein Brief auf, in dem er die Teilnahme an einem Marsch auf die Feldherrnhalle beschreibt – auch diesen Brief gibt es wirklich. Darauf angesprochen in einem der wenigen Interviews, antwortet die Schriftstellerin: „Es war ein Schock für mich, festzustellen, dass Justus aus einer zutiefst antisemitischen Familie stammte und Hitlers Ziele von Anfang an unterstützte – zu einem Zeitpunkt als die meisten noch gar nicht wussten, wer Hitler war.“ Und diesem schrecklichen Schock musste sie auf den Grund gehen. Natürlich hat die Autorin selbst nie auf diesem Gut gelebt, doch sie sehnt sich nach dieser anfänglichen Gemeinsamkeit der Familie, die sie nie hatte. Deshalb war das Buch zu schreiben auch „ein Akt der Sehnsucht“ für Sophia von Dahlwitz. Gleichzeitig warnt sie mit ihrer sorgfältig ausgearbeiteten Gesellschaftsstudie vor der Zukunft. Ihr Werk „Das Licht zwischen den Zeiten“ soll vor allem auch zum Nachdenken über die Vergangenheit und unsere eigene Zukunft anregen. Ob es noch mehr Romane aus der Feder von Sophia von Dahlwitz geben wird? Wir sind gespannt!

 

Der Roman „Das Licht zwischen den Zeiten“ ist kein Buch, das einen kalt lässt. Man fühlt mit, ist erschrocken über die Geschehnisse und Geheimnisse. Ein Werk, das sicherlich für eine hitzige Diskussion im Lesekreis sorgt. Wir haben die wichtigsten Fragen an den Roman für Sie gesammelt:

 

Mögliche Diskussionsfragen

  • Wie wird das zentrale Thema des Buches – der Erste Weltkrieg und der Nationalsozialismus – im Buch verarbeitet?
  • Wie positioniert sich die Familie politisch?
  • Wie werden die einzelnen Familienmitglieder von Sophia von Dahlwitz dargestellt?
  • Gelingt es der Autorin, die historischen Geschehnisse authentisch wiederzugeben? Gibt es genügend Hintergrundinformationen für ein besseres Leseverständnis?
  • Was hat Sie besonders während der Lektüre berührt?
  • Welche Parallelen ziehen sie von der Vergangenheit für die Gegenwart?
  • Können Sie nun nach der Lektüre nachvollziehen, warum die Autorin ein Pseudonym gewählt hat?

 

Extratipp: So gestalten Sie Ihre Leserunde besonders aufregend: Auch wenn die Autorin das Pseudonym natürlich ganz bewusst und nicht ohne Grund gewählt hat. Sie alle sind begeisterte Leser der deutschen Literatur in Ihrem Lesekreis. Wie wäre es also mit einem kleinen Spiel? Allein vom Schreibstil und der verwendeten Sprache – welche Erfolgsautorin (oder gar Autor) vermuten Sie hinter dem Pseudonym? Mit dem Anhaltspunkt von insgesamt acht veröffentlichten Büchern plus zusätzlichen vier Kinofilmen könnten Sie es vielleicht herausfinden. Vielleicht entdecken Sie so auch gewisse Parallelen zu anderen Werken?

 

Gerade wenn ein Autor sein Werk nicht unter seinem eigenen Namen veröffentlicht, steigt das Interesse der Leser ungemein. Warum konnte das Buch nicht ganz normal veröffentlicht werden? Jede Autorin / jeder Autor hat ihre / seine eigenen Gründe. Bei der deutschen Schriftstellerin Sophia von Dahlwitz stimmt die Geschichte im Werk mit der Geschichte ihrer eigenen Familie überein. Mit dieser Hintergrundinformation ergibt sich noch einmal ein ganz anderes Leseerlebnis. Das für vielerlei Diskussionsfragen sorgt. „Das Licht zwischen den Zeiten“ ist ganz sicher ein Buch, das in keinem Lesekreis fehlen sollte!

 

 

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