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Für Ihre Buchbesprechung

Nina George für Ihren Literaturkreis: Was Sie über die Autorin wissen sollten

Werke von Nina George für Ihren Literaturkreis sind der Geheimtipp schlechthin: Die international gefeierte Bestsellerautorin entführt Sie mit unvergleichlichem Tiefgang in die Welt ihrer komplexen Charaktere und nervenaufreibenden Erzählungen. Sind Sie neugierig geworden?

Nina George ist Schriftstellerin – und zwar nicht irgendeine: Ihre Romane landen regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste, wurden schon in unzählige Sprache übersetzt und auf der ganzen Welt gelesen. Sie sind auf der Suche nach einer jungen und frischen Autorin mit unverbrauchten Plots? Dann empfehlen wir Ihnen wärmstens Nina George für Ihren Literaturkreis. Ihre Geschichten über Liebe, Leid und Hoffnung haben Suchtpotenzial.

Wir möchten Ihnen diese wunderbare Literatin und ihr neuestes Werk „Die Schönheit der Nacht“ einmal genauer vorstellen. Aber seien Sie gewarnt: Es heißt, wer Nina George erst einmal für sich entdeckt hat, legt sie nicht mehr aus der Hand. Wir zeigen Ihnen daher, warum Werke von Nina George für Ihren Literaturkreis genau das Richtige sein können.

Die international gefeierte Bestsellerautorin

Die in Berlin und in der Bretagne lebende Schriftstellerin scheint mit ihren Romanen, Kurzgeschichten und Kolumnen stets einen Nerv zu treffen. Ihr Roman „Das Lavendelzimmer“, der die Geschichte des Pariser Buchhändlers Jean Perdu erzählt, stand 36 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste und eroberte außerdem die Bestsellerliste der New York Times. Doch Nina George gibt sich längst nicht mit dem Verfassen von spannenden Romanen zufrieden. Sie ist zudem Beirätin des PEN-Präsidiums und Beauftragte des Womans Writers Commitee des PEN-Zentrums Deutschland. George setzt sich für das Urheberrecht ein, gründete dazu 2011 eine Initiative und 2014 die Informationsplattform Fairer Buchmarkt. Dabei macht sich auch stark gegen die ungleiche Stellung von Frauen und Männern am Buchmarkt. Sie weist auf strukturelle Ungleichheiten in der Bezahlung hin und ermutigt Autorinnen mit Nachdruck, selbstbewusst dieselben Honorare einzufordern, wie Männer sie im gleichen Genre erhalten. Früher schrieb George, als leidenschaftliche Feministin, Sexratgeber unter dem Pseudonym Anne West und ging dabei unter anderem auf zwischenmenschliche Beziehungen und ihre Krisen ein. Seit 2009 sind diese Episoden jedoch zu Ende. Dennoch zeigen diese überaus intelligenten und teilweise humorvoll verfassten Werke Einblicke in die weibliche Sexualität und liefern womöglich eine ideale Diskussionsgrundlage für Ihre Leserunde.  – Folglich lohnt sich Nina George für Ihren Literaturkreis besonders mit all ihren Facetten.

Nina George für Ihren Literaturkreis – Glaube, Liebe, Hoffnung

Wenn Nina George über Liebe schreibt, dann handelt es sich meist um das, was man als Frauenliteratur bezeichnen würde. Sie versteht es ganz ausgezeichnet, ihren Lesern einen tiefen Einblick in den seelischen Ozean ihrer Protagonisten zu gewähren. Dabei schafft sie es, Ihnen das näherzubringen, was man unter „Glaube, Liebe, Hoffnung“ zusammenfassen könnte – nämlich Geschichten aus dem echten Leben, die manchmal vor Glück nur so strotzen und manchmal sehr nachdenklich stimmen. Vielleicht gelingt ihr dies deshalb so gut, weil die Berlinerin in jungen Jahren selbst die Erfahrung machte, wie kostbar das Leben ist, nachdem sie nach einer Operation ins Koma fiel. So versteht es die Autorin, die Ängste, die Verzweiflung und letztlich die Lust auf das Leben ,sowie einen Neuanfang ihrer Charaktere derartig eindrucksvoll zu beschreiben, dass wir es hautnah miterleben und –fühlen.

Unabhängig davon wie ihre Geschichten ausgehen, gewiss ist, dass Nina George für Ihren Literaturkreis ausreichend Lese- und Gesprächsstoff bieten wird. – Über Enttäuschungen oder einen Neuanfang kann schließlich jeder etwas erzählen und die Worte, die man selbst manchmal dafür nicht findet, greift George dafür umso passender auf. Vielleicht erkennen Sie sich im ein oder anderen Charakter zuweilen selbst wieder. – Eine bessere Diskussionsgrundlage kann es wohl kaum geben, nicht wahr?

Besonders gut gelingt es Nina George in „Das Traumbuch“ die diversen Gefühlslagen ihrer Charaktere geschickt in Szene zu setzen:

Der Kurzgeschichtenband erzählt von einer Frau, die zwei Männer liebt, einer davon liegt im Koma, der andere ist gesund. Wie soll sie sich entscheiden? Welches Verhalten ist richtig und für wen schlägt ihr Herz? An einer anderen Stelle sucht ein Kriegsreporter den Weg zurück ins normale Leben, doch was „normal“ bedeutet, weiß er vielleicht schon gar nicht mehr.

In „Die Mondspielerin“ geht die mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin ebenso auf die (Un-)Tiefen der menschlichen Seele ein, als die Protagonistin Marianne ihrem Leben ein Ende setzen will und sich in Paris in die Seine stürzt. Doch sie wird gerettet und versucht nun herauszufinden, was das Schicksal noch mit ihr vorhat. Ausdrucksstark liefert George dabei Einsichten in die menschliche Psyche und den unaufhörlichen Drang, am Leben bleiben zu wollen und wieder glücklich zu werden.

Falls Sie mehr Leseliebe für romantische Gefühle verspühren, sollten Sie hier weiterlesen:

Denn Nina Georges bisher erfolgreichster Roman „Das Lavendelzimmer“ erzählt, entgegen der zuvor genannten, von einer Liebe, die vor 21 Jahren zu Ende ging. Jean wurde verlassen und alles was ihm blieb war ein Abschiedsbrief, den er nie zu lesen gewagt hat. Dies ist ein Roman, der seine Wellen bis in die USA schlug und von Independent UK sogar zum beliebtesten Sommerbuch 2015 gewählt wurde. Erneut zeigt sich, dass Nina George für Ihren Literaturkreis bspw. auch als Sommerlektüre eine heiße Empfehlung ist.

Jean Bagnol, oder Mord und Totschlag in der Bretagne

Nina George entführt ihre Leser häufig in ihre Wahlheimat, die französische Bretagne. Hier fühlt sich die Autorin besonders wohl und übt sich in ihrem zweiten Lieblingsgenre: Dem Krimi. Wenn es langsam wieder Herbst wird, gibt es doch kaum etwas Schöneres, als sich mit einem spannenden Krimi oder Thriller zu beschäftigen. Krimis sind sicherlich eine ganz eigene Faszination und eignen sich zum abendlichen Entspannungs-Gruseln und hinterher zur spannenden Diskussion in Ihrem Literaturkreis. Auch hier überzeugt Nina George für Ihren Literaturkreis, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Krimis verfasst. Das Paar schreibt unter dem Pseudonym Jean Bagnol Kriminalromane wie die Serie des Commissaire Mazan. Commissaire Mazan ist dabei eigentlich ein Kater und die gleichnamige Buchserie ist nach ihm benannt. Katers Frauchen, Zadira Mateo, ist die eigentliche Protagonistin und geht regelmäßig menschlichen Abgründen nach: Im Wirrwarr zwischen der korrupten Polizei und der Mafia versucht sie, die Straßen von Marseille ein wenig sicherer zu machen.

Ihr Literaturkreis hat sich bisher von Krimis eher fern gehalten? Dann wird es höchste Zeit für Nina George.

Die ewige Suche nach sich selbst

In Nina Georges Romanen geht es häufig um die Fragen „Wer bin ich?“, „Was kann ich sein?“, oder „Wo gehöre ich hin?“. Die Protagonisten hadern meist mit ihrem Schicksal – oft sind es Frauen, die von Männern enttäuscht und auf der Suche nach sich selbst oder ihrem Traumpartner sind. Auf einfühlsame Weise erzählt George, wie ihre Charaktere häufig in unausweichlich scheinende Lagen geraten. Sie möchten Suizid begehen oder verzweifeln an sich selbst. Immer gibt es in Georges Romanen aber auch das „Ja“ zum Leben, das „Ja“ zu sich selbst. Doch dieses findet sich meist erst auf Umwegen. Gesellschaftliche Konventionen oder private Umstände halten die Frauen in Georges Romanen häufig davon ab, zu sich selbst zu stehen, sich zu akzeptieren, oder eben zu sagen: „Bis hierhin und nicht weiter“. Diese Dilemmata analysiert George perfekt und versteht es gleichzeitig, ihre Leser zu unterhalten.

Alles in Allem hält Nina George abwechslungsreiche Frauenliteratur, turbulente Kriminalfälle vor der französischen Kulisse, sowie die perfekte Strandlektüre für Jung und Alt bereit. Unverwechselbar ist die Art und Weise, wie sie ihre Leser in die komplexe Gefühlswelt ihrer Charaktere eintauchen lässt. So ist Nina George für Ihren Literaturkreis definitiv eine Bereicherung.

"Die Schönheit der Nacht" – Ein facettenreicher Liebes- und Lebensroman

In „Die Schönheit der Nacht“ geht George auf die Geheimnisse zweier Frauen ein, die versuchen, weit mehr ihrer Persönlichkeit auszuleben als es von der Gesellschaft erwartet wird. So hat Claire, eine Verhaltensbiologin aus Paris, genug von ihrem bisherigen Leben und beginnt während eines Urlaubs eine Beziehung mit der Freundin ihres Sohnes. Demgegenüber steht Julie, die sich gleichzeitig die Frage stellt, was sie aus ihrem Leben machen soll: ihr stehen alle Türen offen. Julie hofft auf etwas, das sie mit allen Sinnen packt und ihr verrät was und wer sie sein möchte. Sinnlich erzählt George in diesem Roman die Geschichte einer Frau, die verheiratet ist, Kinder hat und nach Außenansicht glücklich sein müsste – doch genau das ist sie nicht. Stattdessen versucht sie mit Affären aus ihrem Leben auszubrechen und jemand anderes zu sein, wenn auch nur für kurze Zeit.

„Die Schönheit der Nacht“ erzählt die persönlichen Geschichten der beiden Protagonistinnen im Zusammenspiel mit den gesellschaftlichen Konventionen des Frau-Sein und dem Druck andren zu gefallen. Schwierige Alltagssituationen und Lebensentscheidungen werden in diesem Roman mit größeren feministischen Grundproblematiken verknüpft, wie unter anderem dem Ausleben der eigenen Sexualität und der Freizügigkeit. Doch auch Hürden auf dem Weg zur eigenen Selbstverwirklichung werden präzise aufgegriffen.

Falls Sie nun denken, Nina Georges Literatur richtet sich primär an Leserinnen, der irrt sich. Zwar spricht die Bestseller-Autorin gerne feministische Themen an, doch deswegen sind ihre Werke keinesfalls nur Leserinnen vorbehalten.

Sie können also getrost die Werke von Nina George für Ihren Literaturkreis auswählen und sich auf umfangreiche und spannende Themen freuen, die wiederum viel Lesefreude und Diskussionsstoff bieten.

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