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Für Ihre Buchbesprechung

Bestseller-Autorin Jetta Carleton: Ihr Erfolgsroman und was Sie noch nicht wussten

Tauchen Sie mit Ihrem Lesekreis in die spannende Welt von Bestseller-Autorin Jetta Carleton ein und erleben Sie den Buch-Bestseller "Wenn die Mondblumen blühen" mit all seinen Facetten und Inhalten, die noch heute Gültigkeit besitzen. Zugleich erfahren Sie mehr über die Autorin und begleiten Sie auf eine Reise zurück in ihre Kindheit.

Wenn auch Sie und Ihr Lesekreis ein Fan von ausschweifenden Romanen sind, von denen Sie ganz tief in den Bann gezogen werden wollen, dann sollten Sie sich die wunderbare Geschichte von Jetta Carleton nicht entgehen lassen. Der Buch-Bestseller „Wenn die Mondblumen blühen“ der US-amerikanischen Autorin ist eines jener Werke, das nie an Gültigkeit und Aktualität verliert – ganz egal, wie lange die Ersterscheinung her ist. – Und das liegt bei diesem Exemplar im Jahre 1963. Warum die Bestseller-Autorin Jetta Carleton ihre Leser noch heute fesselt und was diesen Roman so lesenswert macht, erfahren Sie im Folgenden:

Bestseller-Autorin Jetta Carleton hat in ihrem Leben nur einen einzigen Roman verfasst, doch der hat es in sich. Sogar so sehr, dass er nicht nur bei seiner Veröffentlichung ein großer Erfolg war, sondern fast 50 Jahre später eine Renaissance erlebt. 2009 legte der Kölner Verlag Kiepenheuer und Witsch den erstmals 1963 erschienen Roman noch einmal neu auf und landete wieder einen echten Coup. Doch was ist es, das dieses Werk so zeitlos macht? Was ist es, das dem Roman noch heute Aktualität verleiht?

Jetta Carletons Weg zur Schriftstellerin

Bereits von ihren Verwandten und Bekannten wurde die Bestseller-Autorin Jetta Carleton als eine aufgeweckte und lebenshungrige Frau beschrieben, die durch ihre Freude und Lebhaftigkeit begeisterte. Und genau das war nach ihren eigenen Angaben auch der Grund dafür mit dem Schreiben zu beginnen: ihre Liebe zum Leben. Einst zitierte Carleton ein Cyril Connolly-Zitat, laut dem alle Schriftsteller entweder aus Zorn oder aus Sehnsucht schreiben – und da sie selbst nicht besonders zornig sei, müsse es bei ihr wohl auf die Sehnsucht zurückzuführen sein.

Jetta Carleton liebte das Leben und wollte all das in Worte fassen, was sie glücklich stimmte: die Heimat, die Geborgenheit einer Familie und auch eine Zeit, die ihr sehr viel unschuldiger erschien – die Zeit ihrer Kindheit.

Entsprechend spielt auch der Buch-Bestseller "Wenn die Mondblumen blühen" in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und wird Sie und Ihren Lesekreis in die weltvergessene Glückseligkeit des Farmlebens im ländlichen Missouri entführen. Seite für Seite werden Sie Zeuge davon, wie Bestseller-Autorin Jetta Carleton das Wetter, die Musik, das Frühstück, das Gelächter, kurze Augenblicke des Glücks ebenso preist wie die schmerzvolle Seite des Lebens: die Enttäuschungen und die Gewalt. Sicherlich ist das einer der Gründe dafür, dass der Roman so zeitlos ist und noch heute so viele Leser erreicht und bewegt. Doch auch die Gegensätze des Lebens, die dunkle und die helle Seite, die Carleton zu einer so harmonischen Einheit verwebt, so wie man es nur selten erlebt, spielen eine große Rolle.

Wer war Bestseller-Autorin Jetta Carleton überhaupt?

Sie möchten wissen, wer Bestseller-Autorin Jetta Carleton wirklich war? Wer diese feinsinnige, empathische Frau war, die es auf so kunstvolle und zugleich natürliche Weise schaffte, ihre Beobachtungen und Wahrnehmungen in Worte zu fassen und dem Leser greifbar und verständlich zu machen? Jetta Carleton wurde von ihrem Umfeld tatsächlich als etwas Besonderes wahrgenommen – jedenfalls innerhalb ihrer eigenen Familie. So wird sie von ihrer Großnichte Susan Beasley beispielsweise als aufgeschlossen, geistreich und exotisch beschrieben:

 „Sie war der Star in der Familie“, so Beasley. Tatsächlich studierte Carleton in Missouri, arbeitete anschließend beim Radio in Kansas City, um sich danach in der Werbebranche in New Jersey einen Namen zu machen. Sie kreierte Werbespots, die in den ganzen USA ausgestrahlt wurden – zu jener Zeit, d.h. noch bevor die Frauenbewegung losging, war ein solcher Lebensstil in der Tat etwas Besonderes.

So ist es auch kein Wunder, dass sich ihr Roman so fundamental von allen anderen zu jener Zeit erschienenen literarischen Werken unterschied. Carleton selbst sagte einst in einem Kommentar im Reader’s Digest: „Es ist tatsächlich sehr unmodern geworden, etwas zu mögen, und ich mag sehr viele Dinge. Jetzt sind die Angry Young Men in Mode, doch ich bin ein Glad Old Girl.“ Mit „angry young men“ meinte sie offensichtlich die damals sehr populären rebellischen Schriftsteller wie z.B. Norman Mailer, James Baldwin, Jack Kerouac oder Gore Vidal, die sich mit ihrer Anti-Establishment-Haltung einen Namen machten.

Carleton hingegen gehörte durchaus zum Establishment und bejahte das Leben – und beides blieb auch in ihrem Roman nicht verborgen.

Oder fällt Ihnen etwas ein, dass vielleicht mehr das US-amerikanische Establishment der 50er- und 60er-Jahre symbolisieren könnte, als eine Farmerfamilie in den sonnigen Südstaaten?

Insgesamt sechs Jahre hatte sie an „Wenn die Mondblumen blühen“ gearbeitet – und das Ergebnis war ein bemerkenswert differenziertes Portrait einer kleinstädtischen Familie und jedes einzelnen Familienmitglieds. Mit einer nostalgisch-sentimentalen Amerikaverklärung hat das Werk aber bis heute nichts gemeinsam.

Lesen Sie hier weiter, um zu erfahren worum es tatsächlich geht:

Worum geht es im Buch-Bestseller „Wenn die Mondblumen blühen“?

In dem rund 500 Seiten starken Roman lernen Sie mit Ihrem Lesekreis die Familie Soames auf ihrer Farm im ländlichen Missouri in den 1950er-Jahren kennen. Mathey und Callie sind beide um die 70 Jahre alt und erhalten jeden Sommer für ein paar Wochen Besuch von ihren drei Töchtern: Jessica, um die 50 Jahre alt; Leonie, in ihren späten Vierzigern; und Mary Joy, ein gutes Stück jünger. Eltern und Kinder genießen die gemeinsame Zeit, die Töchter jedoch auch deshalb, weil sie um das komfortablere Leben in weiter Ferne wissen, in das sie bald zurückkehren werden. Wie diese Leben aussehen, erfahren Sie als Leser jedoch nicht. Stattdessen werden Sie Zeuge davon, wie die inneren Konflikte und Gefühlswelten der Familienmitglieder entfaltet werden – und dass nicht alles so harmonisch ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint.

Was sind die Stärken des Romans?

Das Versprechen eines Romans ist es, dass die Geschichte voller Komplexität erzählt wird und dass jedes Element so gründlich durchdacht ist, dass der Leser nicht bemerkt, ob irgendetwas ausgelassen wurde oder dem Autor unbekannt ist. Als Teil eines Lesekreises wissen Sie sicherlich wovon hier die Rede ist.

Doch allzu häufig erfahrt man als Leser, dass dieser Anspruch an Vollständigkeit eine Illusion bleiben muss, deren Hingabe man erliegt. Es ist die essentielle Illusion aller erfolgreichen Romane – und „Wenn die Mondblumen blühen“ ist hierin meisterhaft. Einige der sensibelsten Themen des Familienlebens werden hier in einem solch geradlinigen und analytischen Stil beschrieben, dass ihnen jeder Kitsch abhandenkommt. Feinfühlig und liebevoll geht Bestseller-Autorin Jetta Carleton den Motiven und Hintergründen der einzelnen Figuren auf den Grund und erschafft somit ein Gesamtbild, dessen Stärken in seiner Wahrheit, Klarheit und Großzügigkeit liegen. Dabei kommen die einzelnen Charaktere immer selbst zu Wort, sodass Sie jeden einzelnen kennenlernen und seine Beweggründe auf schmerzhaft genaue Weise verstehen lernen.

Sie werden schnell feststellen, dass das eigentliche Thema des Romans die romantische Liebe ist. Dabei erkunden Sie Stück für Stück die romantischen Entscheidungen, die jede Figur trifft und in der Vergangenheit getroffen hat, und können diese direkt in den Kontext der Geschichte jedes einzelnen Charakters, sowie deren Selbstwahrnehmung einordnen. – Selbstwahrnehmung ist zudem ein weiteres großes Thema des Buch-Bestsellers „Wenn die Mondblumen blühen“:

Matthew, das Familienoberhaupt, hat beispielsweise ein tragisches Gespür für seine eigenen Schwächen und kann sich mit der Welt und seinem Platz darin niemals vollends aussöhnen – obwohl er das seiner Ansicht nach begehrenswerteste Mädchen geheiratet und die schönsten Töchter bekommen hat. Das Portrait Matthews ist ein Kunstwerk der Empathie und lässt keine blinden Flecken zurück. Derweil mischt die wilde Mary, auf gleichzeitig entzückende und anarchische Weise, das Familienleben auf. Hingegen weiß die brave Leonie, dass Gutherzigkeit sie noch lange nicht liebenswert macht. So finden Sie sich in den so erstaunlich klar analysierten Widersprüchlichkeiten der menschlichen Seele auf ebenso schmerzliche Weise wieder – doch erkennen gleichzeitig das Wunderbare darin. Ein so differenziertes Bild einer Familie und des menschlichen Charakters zu zeichnen, ist eine Kunst, die das Buch damals wie heute so aktuell macht.

Ein Sommer auf dem Land

Doch nicht nur der Inhalt, auch die Form und Bildsprache machen den Roman zu einem rundherum harmonischen Gesamtkunstwerk. Seite für Seite werden Sie in das Hinterland des Mittleren Westens der 1960er-Jahre gezogen – einem Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint.

Das Erzähltempo ist gemächlich und augenscheinlich der Hitze des Sommers und den Umständen angepasst. Dies erlaubt es dem Leser, sich selbst über die ihm vorgestellten Personen und über ihre intensiven Gefühlswelten Gedanken zu machen. All jene Leidenschaften, die die Protagonisten durchleben – und sei es nur innerlich –, sind eingebettet in eine wunderschön gezeichnete, ursprüngliche Landschaft aus Pflanzen, Blumen, Tieren, dem Wetter und den Konturen des Landes. „Wenn die Mondblumen blühen“ fungiert deshalb auch wie eine Zeitkapsel – ein Artefakt eines verschollenen Ortes einer längst vergangenen Zeit.

Die Soames-Familie lebt trotz all ihrer inneren Kämpfe, Schmerzen und Versuchungen in einem Miniatur-Eden, wo die Erde noch erstaunliche Schauspiele bietet, in deren Genuss die Figuren durch Glück oder Sensibilität immer wieder kommen. Und mit ihnen auch Ihr Lesekreis.

Bestseller-Autorin Jetta Carleton und ihre Zeitgenossen Harper Lee und Ralph Elliot

Wie auch ihre Zeitgenossen Harper Lee und Ralph Elliot zählt die Bestseller-Autorin Jetta Carleton zu jenen Schriftstellern, die sich mit einem einzigen Roman zum Weltruhm geschrieben haben. Im Gegensatz zu den beiden anderen blieb Carleton in ihrem Buch-Bestseller „Wenn die Mondblumen blühen“ aber radikal unpolitisch. Gerade dadurch hob sie sich stark von der zeitgenössischen Literatur in den 1950ern und 1960ern ab. Vielmehr sind zeitlose Themen wie Religion, Sexualität, das Leben in der Kleinstadt und die romantische Liebe, die Carletons Roman auszeichnen und heute noch so aktuell machen.

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