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Für Ihre Buchbesprechung

Exklusive Fragen an den Autor Robert Dinsdale zu seinem Roman "Die kleinen Wunder von Mayfair"

Die Meinung eines Autors zu seinem Buch ist immer besonders spannend und gibt ganz neue Einblicke in das Werk. Lassen Sie sich in „Die kleinen Wunder von Mayfair“ entführen und erleben Sie hier die Antworten auf die Fragen an den Autor Robert Dinsdale.

So wie sich bei einem Gemälde oft gefragt wird, was sich der Künstler wohl dabei dachte, sind auch Antworten eines Autors immer spannend, um ein Buch besser verstehen zu können. Gerade für Ihren Literaturkreis bieten solche Einblicke neue Möglichkeiten, um interessante Diskussionsrunden entstehen zu lassen, die Ihnen den Autor und sein Buch noch näher bringen.

Das Gleiche gilt auch für den Autor Robert Dinsdale und sein Werk „Die kleinen Wunder von Mayfair“. Was ist eigentlich das Thema des Romans? Welche Figuren mag Robert Dinsdale am liebsten und wie kam er darauf, ein Buch über Spielzeug zu schreiben, das sich an Erwachsene richtet? Dabei greift er Themen wie Geschwisterrivalität auf und beantwortet auch die Frage, welche Bedeutung das Kind in ihm hat und welchen Einfluss es auf ihn nimmt. Hier finden Sie die spannenden Antworten von Robert Dinsdale zu „Die kleinen Wunder von Mayfair“.  

Worum geht es in dem Roman?

Es ist 1906 und die junge Cathy ist schwanger und allein Doch statt in ein Heim für unverheiratete Frauen zieht sie in Papa Jack´s Emporium. Ein legendäres Spielzeuggeschäft in London, das von Jekabs Godman geführt wird. Dort entstehen Spielzeuge, die nahezu magisch sind. Cathy verliebt sichin den ältesten Sohn und wirdein Teil der Familie. Ihr neues Leben wird allerdings durch den Ersten Weltkrieg  abrupt verändert. Diese gefühlvolle Kombination aus Fantasie, Vergangenheit und Familie bringt Robert Dinsdale in seinem Roman „Die kleinen Wunder von Mayfair“ gefühlvoll zusammen und schafft eine Welt, in die Erwachsene gerne eintauchen.

Fragen und Antworten zum Buch "Die Wunder von Mayfair"

Fragen an den Autor Robert Dinsdale haben Sie und Ihr Lesekreis sicher einige, wenn Sie gerade seinen Roman "Die Wunder von Mayfair" lesen. Er hat in einem Interview teilweise überraschende Antworten gegeben und zeigt so seine Sicht auf die Geschichte. Robert Dinsdale sagt über sich selbst, dass er im Herzen ein Kind geblieben ist und dass er als Vater einer kleinen Tochter die Welt der Kinder bis heute faszinierend findet. “Die kleinen Wunder von Mayfair« sind ein Liebesbrief an meine Tochter”, so der Autor.

Zu den spannendsten Fragen an den Autor Robert Dinsdale, die auch Sie sich vielleicht schon stellen, gehört, ob es echte Zauberei im Buch gibt oder ob es sich nicht doch nur um Geschicklichkeit handelt. Das hat der Autor mit Absicht offen gelassen und sind es nicht gerade solche offenen Fragen, die die eigene Fantasie anregen? „Papa Jacks Erfindungen dagegen scheinen richtige Zauberei zu sein. Beide Brüder wollen es ihrem Vater gleichtun, aber nur Kaspar gelingt das Unglaubliche.“, erklärt der Autor seine Intention selbst. Und finden Sie es nicht auch manchmal faszinierend, was andere Menschen können, auch wenn Sie ganz genau wissen, dass es eigentlich keine Magie ist, sondern nur deren Fähigkeiten oder besondere Talente.

Haben Sie Das Buch schon komplett gelesen? Dann haben Sie vielleicht auch schon die Frage diskutiert, welches Ihr Lieblingsspielzeug im Buch ist und warum. Das ist eine sehr spannende Frage für einen Lesekreis – und auch eine der Fragen an den Autor Robert Dinsdale. Er selbst hat tatsächlich einen Liebling. „Das ist Sirius, der Patchworkhund. Anfangs ist er nicht mehr als ein Wunderwerk der Ingenieurskunst, aber Stück für Stück wird er einem echten, lebendigen Hund immer ähnlicher.“, so Dinsdale. Spielen macht klug und Kinder erwecken mit ihrer Fantasie das Spielzeug zum Leben, was Erwachsenen oftmals deutlich schwerer fällt. Vielleicht macht auch das Sirius zu einem ganz besonderen Spielzeug für den Autor.

Fragen und Antworten zum Buch, die sich der Autor selbst stellen würde, sind immer besonders spannend. Daher wird im Interview genau diese Frage an Dinsdale gestellt. Dabei antwortet dieser wie folgt: „Ich würde fragen, welche Teile des Emporiums im Roman unerwähnt bleiben … und die Antwort wäre: viel zu viele!“ Es gibt in seiner Vorstellung viel mehr unentdeckte Teile des Emporiums und so kann auch der Leser die eigene Fantasie beflügeln..

Robert Dinsdales Antworten zeigen, dass er gerade das Kindliche an den Spielzeugen so liebt und sich dennoch mit sehr ernsten und erwachsenen Themen auseinandersetzt. diese Kombination macht die besondere Spannung des Buches aus und ist auch der Grund dafür, dass es für Erwachsene und nicht für Kinder geschrieben ist. Es gibt viele Themen, die Sie in Ihrem Lesekreis diskutieren können. Wir hoffen, dass Ihnen dieses Interview mit dem  Autor Robert Dinsdale einen Denkanstoß geben kann.

Ein weiterer Themenkomplex: Die Konkurrenz zwischen den Brüdern

Streit unter Geschwistern kennen wohl alle Eltern. Aber es könnte auch die Überschrift zu den beiden Brüdern Kaspar und Emil aus dem Roman sein. Die beiden konkurrieren um Cathy.Robert Dinsdale gibt zu, dass ihn dieses Thema schon immer fasziniert hat. „Ich komme aus einer großen Familie, und wir lieben uns alle, aber ich kann mich an keinen Tag in meiner Kindheit erinnern, an dem wir Geschwister uns nicht miteinander verglichen hätten.“, so der Autor. Die beiden Brüder stehen für ihn aber für noch mehr, sie stehen für die beiden Seiten seiner Persönlichkeit. Damit Sind Emil und Kaspar gleich im doppelten Sinne von Bedeutung für den Autor. Die Brüder konkurrieren  nicht nur um eine Frau, sie konkurrieren auch um die Anerkennung Ihres Vaters. Bei den Fragen an den Autor Robert Dinsdale erklärt dieser eindrücklich, dass beide Brüder ihre Stärken haben. Während Emil ein hervorragender Handwerker sei und technische Wunderwerke bauen kann, gelingt es aber nur seinem Bruder Kaspar, die Magie des Vaters zu beherrschen.

Der Erste Weltkrieg als Setting – die verlorene Kindheit

„Was zwischen 1914 und 1918 passierte, war das Ende der Unschuld, das Ende der kindlichen Fantasien von stolzen, mutigen Soldaten, die in die Schlacht zogen.“, so der Autor. Es ist der Krieg, der die Protagnisten zwingt, erwachsen zu werden und der viele Veränderungen mit sich bringt. Dabei war das Setting jedoch nicht von Anfang an klar. Dinsdale hatte mehrere Versionen und entschied sich für diese, da sie am besten passte: „Aber als ich die Idee mit den Spielzeugsoldaten hatte, wie sie entdecken, dass sie sich gegenseitig aufziehen können, und dadurch langsam Intelligenz und Gefühle entwickeln, wusste ich, da will ich hin!“ Ein Krieg als Hintergrund schafft meist eine bedrückende Atmosphäre. Umso bezeichnender ist es, dass dieses Buch trotz allem viel mehr Facetten zu bieten hat.

Aber es sind nicht nur Kriege, die ein schnelles Erwachsenwerden voraussetzen. Hatten Sie Erlebnisse, die Sie geprägt haben und die Sie in der einen oder anderen Hinsicht gezwungen haben, schneller Verantwortung zu übernehmen? Mussten Sie erwachsener handeln, als Sie sich gefühlt haben? Diese Erlebnisse in jungen Jahren können sehr prägend sein. Dinsdale schafft es gefühlvoll, diese Problematik aufzugreifen. Diese Emotionalität ist es, wodurch es das Buch schafft, seine Leser zu berühren.

Das eigene Kind bewahren

Haben Sie das Kind in sich bewahrt? Kinder erfreuen sich an Dingen, die Erwachsene kaum noch wahrnehmen. Die Suche nach dem inneren Kind mag manchmal schwierig sein, aber um glücklich zu sein, sollten Sie sich stets ein Stück davon bewahren. Auch bei den Fragen an den Autor Robert Dinsdale wird klar, dass dieser fest daran glaubt, dass wir immer zum Teil ein Kind bleiben werden. Und schon Picasso sagte, dass man lernen müsse, wie ein Kind zu zeichnen. Die Unbeschwertheit von Kindern ist nicht immer leicht wiederzufinden. Eigene Kinder können Ihnen dabei natürlich helfen, aber Sie müssen sich auch darauf einlassen.

In „Die kleinen Wunder von Mayfair“ geht es zwar auch um das Erwachsenwerden infolge des Krieges, aber eben auch darum, sein inneres Kind zu bewahren. Dies wird allein schon durch die Anzeige deutlich, die Cathy dazu führt, zum Spielzeugladen zu gehen: „Fühlen Sie sich verloren? Ängstlich? Sind Sie im Herzen ein Kind geblieben?“ Robert Dinsdale erklärt, warum Spielzeug noch immer eine Faszination auf Erwachsene ausübt: „Es bringt etwas in uns zum Vorschein, das wir fast vergessen haben. Als Kinder stecken wir so viel Fantasie und Herzblut in unser Spielzeug, dass es lebendig wird. Selbst wenn wir als Erwachsene wissen, dass das unmöglich ist – Spielzeug hat nun mal kein Eigenleben –, bleibt uns dieses Gefühl.“

All diese Thematikensind eine ideale Grundlage für Diskussionen in Ihrem Lesekreis. Entdecken Sie das Kind in sich neu und tauchen Sie in die spannende Welt von Papa Jack’s Emporium ein!

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